Tagesanleihe - das Tagesgeld vom Staat

 

Der Begriff Tagesanleihe bezeichnet ein vom deutschen Staat erzeugtes Geldanlageprodukt. Die Tagesanleihe zählt zu den rentabelsten Anlageformen überhaupt, denn Bundesanleihen beinhalten generell eine hohe Bonität, dies liegt nicht zuletzt an der Unabhängigkeit des Bundes.

 

Die Verwaltung von Tagesgeldanleihen unterliegt der Finanzagentur GmbH, diese ist für das gesamte Schuldenmanagement der Bundesrepublik verantwortlich. Der Vorteil der Tagesanleihe im Gegensatz zu anderen Anlageformen dieser Art, besteht darin, dass über das angelegte Geld jederzeit verfügt werden kann. Die Höhe des Zinssatzes einer Tagesanleihe richtet sich nach dem EONIA-Satz, dieser verändert sich ständig, die Gutschrift der Zinsen erfolgt daher auch im Tages-Rhythmus.

 

Durch die tägliche Zinsgutschrift wird ein Zinseszinseffekt hervorgerufen, dieser hebt die jährliche Rendite enorm. An die Eröffnung eines Kontos und dem Beziehen einer Tagesanleihe sind unterschiedliche Bedingungen verknüpft, die Mindestanlage beläuft sich auf 50 Euro. Des Weiteren darf die Tagesanleihe eine maximale Anlagesumme von 250.000 Euro pro Person nicht überschreiten. Die Eröffnung, Verwaltung sowie die Depotverwahrung der Tagesgeldanleihe ist kostenlos, erworben werden kann diese bei der Finanzagentur GmbH in Frankfurt am Main. Falls eine Auflösung der Tagesanleihe erwünscht ist, kann diese übers Telefon, Post oder das Internet verkauft werden. Einzige Voraussetzung für die Eröffnung ist der Besitz eines Einzelschuldkontos, dieses wird wie ein Wertpapierdepot geführt.
 

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